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Boulder-Contest und "Uni-Schtei"
a) Projekt "Uni-Schtei"
Im Frühjahr 2009 fragte Reto Schild vom Universitätssport Bern Florian Mittinhuber (Flöbi) an, ob von Seiten der City-Boulderer
Interesse an einem "Uni-Schtei" zum 175jährigen Jubiläum der Universität Bern bestünde. Die Idee des Projektes war,
Bewegung sichtbar zu machen, indem alle Besucher der Unisporttrainings einen Stein mitbringen; die so gesammelten Steine sollten dann in
einer bekletterbaren Struktur verarbeitet werden. Dominic Abplanalp und Florian übernahmen die Konzeption des Blocks, Barbara Burckhardt
erstellte die Zeichnung der Pläne; Reto Schild und Peter Matti vom Unisport übernahmen die Projektleitung. Als erstes musste die Idee
mit den Steinen modifiziert werden: Man entschied sich für eine dreiseitige Holzkonstruktion mit Kunstgriffen, die von Steinkörben
gestützt wird. Ein besonderer Leckerbissen ist die Tatsache, dass der Block oben geschlossen ist und man somit tolle Mantle-Probleme kreieren kann.
Die Baubewilligung für den Standort auf dem Areal des Unisports (das sich auf Boden der Burgergemeinde befindet) wurde Anfang Juni erteilt.
Ende August begann die Bauphase mit dem Füllen der Steinkörbe: Da das Engagement der Studierenden zu wünschen übrig liess,
musste der Grossteil der benötigten Steine (ca. 6m3) nachträglich aus der Aare hergeschafft werden. Danach wurden die Seitenwände gestellt,
die zuvor vom Schreiner Otto Kurt aus Nidau passgenau vorgearbeitet worden waren; es folgten – nun vor Ort – die Konstruktion des Oberbaus, der Innenausbau
und zuletzt die Rückwand. Nach der Montage der jeweiligen Holzplatten durch den Schreiner Dominic
machte sich Flöbi an die kletterspezifischen Arbeiten, d.h. Lochraster für
die Griffe bohren, Gewinde einschlagen, Kanten schleifen, Fugen abdichten
und schliesslich die Platten anstreichen.
Beim Anstrich wurde Quarzsand in die Farbe gemischt, um eine rauhe Oberfläche zu bekommen.
Nach acht Arbeitstagen war der Block vollendet und es fehlten nur noch die Griffe.
b) "Uni-Schtei"-Contest
Das Bestücken des Blocks sollte erst nach dem Eröffnungswettkampf am 20.10.2009 erfolgen, dem letzten Akt des Projektes.
Eine Ausschreibung des Wettkampfes ging an alle Universitäten der Schweiz, doch Aufgrund des unpassenden Termins an einem Dienstag
Nachmittag (der Termin war durch den Beginn der Sammelaktion 175 Tage zuvor fixiert) reiste nur eine kleine Delegation aus Basel an.
So wurde der Anlass faktisch zu einer Berner Uni-Meisterschaft. Die 9 Qualifikationsrouten konnten von den ca. 25 Teilnehmern vier Stunden
lang probiert werden. Die Routen selektierten hervorragend und schlussendlich reichten 6 Top-gekletterte Boulders fürs Erreichen des Finals.
Vor dem Final erfolgte die offizielle Einweihung des Blocks, bei der die Vertreter der 9 Fakultäten ihre eigens gefertigten Fakultätssteine
anbringen konnten und die Sponsoren verdankt wurden.
In einer kurzen Umbaupause wurden die Qualirouten entfernt und die
Finalrouten angeschraubt. Dann begann unter den wachsamen Augen von Chefschiedsrichterin Monique Walter und den ca. 50 Zuschauern der Final. Von den vier Finalrouten konnte nur
noch eine Top-geklettert werden und schliesslich gewann Simon Riediker, einer der beiden Trainingsleiter des Indoor-Boulderns des Unisports.
Florian "Flöbi" Mittenhuber, April 2010, Bern,
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